

Bericht in der WDR Lokalzeit (beginnt bei Minute 3:09)
ver.di-Betriebsgruppe an der Uniklinik RWTH Aachen
solidarisch-entschlossen-konsequent

Liebe Kolleg:innen,
wow – ihr habt Schnee, Kälte und Glatteis getrotzt und unseren Branchenstreik zu einem bundesweiten Paukenschlag gemacht: Streik an 22 Unikliniken und vielen weiteren Gesundheitseinrichtungen. ![]()
Dieses starke Signal sollten die Arbeitgeber der Länder nicht überhören können! Wir zeigen in dieser Woche erneut, was zusammen geht: Mehr! Wir zeigen, dass wir kampfbereit sind.
Die Arbeitgeber sollten sich warm anziehen: Denn wer 24 Stunden am Tag, an sieben Tagen die Woche schwerste Fälle versorgt, verdient eine angemessene Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen. Dafür gehen wir auch weiter gemeinsam auf die Straße.
Mehr Eindrücke und Infos gibt es hier: https://wapo.do/OdN5eA
Bist auch Du für unsere Forderung unterwegs?
Gewerkschaftliche Grüße
Euer ver.di Online-Team

Am Dienstag und Mittwoch ruft ver.di alle Beschäftigten der Uniklinik Aachen zum Warnstreik auf. Nach der „Schnapsidee“ der Arbeitgeber müssen wir zeigen, was wir davon halten. Wir brauchen keinen kleinen Schnaps, sondern einen großen Schluck aus der Pulle.

Es gibt eine E-Mail-Adresse für Fragen zur Tarifrunde.
Meldet euch gerne bei
tarifrunde@unikum-aachen.de

Auf die Klarstellung zu den Entlastungstagen bei Teilzeit antwortete der Arbeitgeber recht schnell im Intranet. Es wurden Berechnungen vorgestellt, die nichts mit dem TV-E zu tun haben. Man sprach sogar von „Gerechtigkeit“; das Gegenteil ist der Fall. Teilzeitbeschäftigte werden durch die Berechnungen benachteiligt.
Hier unsere Antwort darauf:
„Fakten
Der Tarifvertragstext ist eindeutig: “Die maximale Anzahl von erreichbaren Entlastungstagen beträgt für jede:n Beschäftigte:n im ersten Jahr der Umsetzungsphase 11 Tage.” Die Berechnungsmethode der Dienststelle, die als Grundlage für Zusatzurlaubstage im TV-L angeführt wird, hat mit dem TV-E überhaupt nichts zu tun. Hier werden Äpfel mit Birnen vermischt. Es wird eine willkürliche Berechnung vorgenommen, die durch keine Silbe im TV-E herzuleiten ist.
Teilzeitbeschäftigte sind genauso durch Unterbesetzung belastet wie Vollzeitbeschäftigte. Hier erschafft das Uniklinikum eine Ungerechtigkeit gegenüber Teilzeitbeschäftigten.
Wir haben dazu die Abteilung Tarifpolitik von ver.di hinzugezogen und erhielten folgende Antwort:
„Die Auslegung widerspricht dem Tarifwortlaut und ist daher unzulässig. Der Tarifwortlaut in § 3 Ziffer 4 Satz 3 regelt eindeutig, dass Entlastungstage in ganzen Tagen wie Freizeitausgleich gewährt werden. Der Verweis auf das Urlaubsrecht ist unzulässig. § 24 Abs. 2 TV-L findet keine Anwendung, da im TVE ausdrücklich per Tarifvertrag klargestellt wird, dass die Tage in ganzen Tagen zu gewähren sind. Eine Regelung zur anteiligen Kürzung bei Teilzeit ist nicht enthalten. Im Übrigen haben die Arbeitgeber während der Tarifverhandlungen ausdrücklich die von ver.di geforderte Anwendung des Urlaubsrechtes für die Entlastungstage abgelehnt.“
ver.di weiter dazu:
“Darüber hinaus bezieht sich § 24 Abs. 2 TV-L nur auf das Tabellenentgelt und Entgeltbestandteile. Einen Verstoß gegen das TzBfG und AGG sehe ich (Verfasser, Abteilung TaPo ver.di) nicht, denn die Beschäftigten erhalten ja für die jeweiligen Tage weniger Entgelt (nämlich nur zeitanteilig entsprechend des Teilzeitgrades). Es ist immer wieder dieselbe Machart. Das Problem wurde in keinem Gespräch je benannt und jetzt setzen sie es einfach tarifwidrig um.”
Wenn der Arbeitgeber weniger Entlastungstage gewährt, dann empfehle ich (siehe oben) die entsprechende Geltendmachung des erhöhten Anspruchs.”
Wir bereiten für Euch entsprechend angepasste Geltendmachungen vor und werden sie Euch hier zur Verfügung stellen.
Solltet Ihr erste „Rückforderungen“ von bereits gewährten Entlastungstagen erhalten, so meldet Euch bitte umgehend bei uns.
Eure Evaluierungskommission: Thomas von Thenen, Nils Schmidt, Dagmar Holste
Auch die zweite Verhandlungsrunde verlief enttäuschend. Hier das Flugblatt dazu mit allen Infos.
Hier eine Gegenüberstellung unserer Forderungen und der Antworten der Arbeitgeberseite
Auszubildende:
Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Am 23.12.2025 erreichte eine E-Mail die Leitungen der Stationen sowie den Personalrat. Zu diesem überaus interessanten Zeitpunkt wurde seitens der Dienststelle mitgeteilt, dass Teilzeit-Beschäftigte nicht bis zu 11 Entlastungstage für 2025 (!) erarbeitet haben könnten und eventuell zu viel erteilte Entlastungstage zurückgefordert werden könnten.
Dies stellt erneut einen krassen Bruch des Tariftextes dar!
An keiner Stelle des TV-E lässt sich eine angepasste Deckelung bei Teilzeitbeschäftigung finden.
Wir sind wirklich empört über diese willkürliche Interpretation eines bindenden Tariftextes und haben seitens der Evaluierungskommission bereits die Gewerkschaft ver.di und die Abteilung Tarifpolitik informiert. Auch dort herrscht Fassungslosigkeit.
Aus dem Tariftext TV-E § 3:
„5. Die maximale Anzahl von erreichbaren Entlastungstagen beträgt für jede Beschäftigte und jeden Beschäftigten:
a) im ersten Jahr (=2025, Anm. d. Red.) der Umsetzungsphase 11 Tage
b) im zweiten Jahr der Umsetzungsphase 14 Tage
c) im dritten Jahr der Umsetzungsphase 18 Tage“
Es haben sich schon viele Kolleginnen und Kollegen bei uns gemeldet. Solltet Ihr, auf welche Art auch immer, eine Aufforderung zu einer „Rückerstattung“ erhalten, informiert uns bitte umgehend. Wir werden gebündelt dagegen vorgehen.
Eure Evaluierungskommission

Datum: 28.02.2026
Uhrzeit: 14:00–18:00 Uhr
Ort: Dortmund
(Genauer Start & Zielpunkt folgen.)
Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Unterstützer:innen,
sehr geehrte Politiker:innen und Gewerkschafter:innen,
wir laden euch herzlich zur Demonstration gegen die etablierte Pflegekammer NRW ein. Die Kammer wird uns als Fortschritt verkauft – doch in Wahrheit hat sie sich zu einem Kontroll- und Sanktionsorgan über die eigene Berufsgruppe entwickelt. Statt tatsächliche Verbesserungen für die Pflege zu schaffen, verschlingt sie erhebliche Mittel, ohne unsere Arbeitsbedingungen spürbar zu entlasten.
Warum wir auf die Straße gehen:
Wegsehen der politischen Entscheider.
Seit Jahren weisen Pflegefachpersonen, Gewerkschaften und Initiativen auf Überlastung, Personalmangel, Gefährdung der Patientensicherheit und zunehmende Deprofessionalisierung hin. Doch statt diese strukturellen Probleme anzugehen, flüchtet sich die Politik in Symbolmaßnahmen wie die Pflegekammer.
Statt eine gesetzliche Personalbemessung, faire Finanzierung, echte Mitspracherechte und Schutz vor Überlastung durchzusetzen, entscheiden sich politische Verantwortliche für ein Organ, das uns kontrolliert, aber unseren Arbeitsalltag nicht verbessert.
Diese bewusste Ignoranz gegenüber den Realitäten des Pflegeberufs ist einer der zentralen Gründe, warum wir demonstrieren.
Zwangsmitgliedschaft & Beitragsordnung:
Die Pflegekammer NRW verpflichtet alle examinierten Pflegekräfte – ungefragt und unabhängig vom individuellen Willen. Die Beitragsordnung belastet Pflegefachpersonen finanziell, erst geringfügig, in 2028 in voller Härte während viele ohnehin am Limit arbeiten.
Eine echte demokratische Kontrolle über Höhe oder Verwendung der Beiträge besteht kaum.
Kontrolle statt Unterstützung:
Die Kammer hat weitreichende Befugnisse zur Überprüfung, Kontrolle und Sanktionierung. Fachpflegende werden dadurch nicht gestärkt, sondern zusätzlichem Druck ausgesetzt, während die echten Probleme wie Personalmangel, Überlastung und fehlende Durchsetzungsmöglichkeiten gegenüber Arbeitgebern ungelöst bleiben- somit wird sich die Pflegequalität aufgrund mangelnder Organisationsstruktur nicht verbessern, sondern für die uns anvertrauten Menschen – eher im Chaos versinken.
Verschwendung von Steuergeldern:
Millionenschwere Steuermittel fließen in Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit und Strukturen der Kammer. Diese Gelder fehlen dort, wo sie dringend gebraucht würden: in der direkten Versorgung, der Ausbildung, der Personalentwicklung und bei Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen.
Unsere Forderungen:
Kommt zur Demonstration!
Gemeinsam setzen wir ein klares Zeichen für eine Pflegepolitik, die uns stärkt – nicht kontrolliert.
Bringt Kolleg:innen, Freunde, Angehörige und eure Gewerkschaftsfahnen mit. Jede Stimme zählt.
Gemeinsam für eine starke, selbstbestimmte Pflege – ohne Pflegekammer!
Ort, Datum, Redeliste, Programm folgen.
Hier könnt Ihr euch in einer Präsentation informieren.