Wer kann diese Themen im Aufsichtsrat für uns ansprechen?
Ich will uns, die Beschäftigten, im Aufsichtsrat glaubwürdig vertreten. Ich bin die kritische Stimme, die in Diskussionen und Entscheidungen unsere Interessen immer im Auge behält.
Lasst uns die Realität sehen:
77% unserer Kolleg:innen sind weiblich – das werde ich für uns repräsentieren! Ob Pflege, Küche, IT, Therapie, Wäscherei, OP, Verwaltung, Technik, und alle weiteren, die zu oft übersehen werden: Wir sind das Rückgrat des UKA, das auch im Aufsichtsrat nicht länger ignoriert werden darf.
Dagmar Holste
Eure Kollegin, Gewerkschafterin und PR-Vorsitzende
Wählt mich für unsere authentische und starke Vertretung der Beschäftigten in den Aufsichtsrat.
Die Belastungen für Arbeiter*innen und Angestellte durch Warkens geplante Kürzungsorgie bei der Reform der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind dramatisch und sehr konkret.
Beschäftigte im Gesundheitswesen sind gleich doppelt betroffen:
Individuell als GKV-Versicherte/Patienten z.B. durch drastische Erhöhungen bei der Medikamenten-Zuzahlung oder den Angriff auf die beitragsfreie Familienversicherung.
Kollektiv als Beschäftigte durch Deckelung des Pflege-Budgets und der damit nicht mehr gegebenen automatischen Refinanzierung von Tarifabschlüssen.
Aber wie sieht es aus mit den Sparanstrengungen bei anderen Kostenverursachern im Gesundheitswesen – z.B. bei der Pharmaindustrie?
In Paragraph 130e des Entwurfes für ein Beitragsstabilisierungsgesetz in der GKV ist unverbindlich-blumig die Rede von Verhandlungen über Rabatte der Pharmaindustrie, die geführt werden „sollen“ oder „können“. Trotzdem lief die Propagandamaschine der Pharma-Lobby postwendend und professionell auf Hochtouren. Jammern ohne Ende und wüste Drohungen: Arbeitsplatzabbau, Standortverlagerungen und – besonders perfide – neue, hochwirksame Medikamente bald nur noch für Privat Versicherte oder Selbstzahler.
Jens Baas (Chef der Techniker-Krankenkasse und früher selbst Pharma-Lobbyist) erwiderte kühl:
“Wir sind einer der größten Märkte der Welt und haben mit die höchsten Preise – das vermeintliche Erpressungspotential ist nicht vorhanden“
Was da real abgeht, zeigt krass, aber auch exemplarisch der FALL KEYTRUDA.
Keytruda ist ein hochwirksames Anti-Krebs-Präparat des viertgrößten Pharmakonzerns der Welt Merck, Sharp and Dohme MSD
Der Zussatznutzen ist unumstritten: Verlängerung der Lebensdauer um 5 – 10 Jahre. Keytruda ist aber als zur Zeit umsatzstärkstes Medikament der Welt auch unfassbar teuer.
Im Moment bezahlt die deutsche GKV 2040 € für eine 100 mg -Ampulle. Jahreskosten für eine Keytruda-Therapie: 94.000 €
2025 zahlten deutsche Krankenkassen mehr als 2 Milliarden € nur für dieses Präparat (Quelle Recherche-Netzwerk, siehe unten).
Zum Vergleich: Warken will mit ihrer Reform insgesamt 12 Milliarden einsparen.
Der Onkologe und langjährige Vorsitzende der Arzneimittel-Kommission der deutschen Ärzteschaft Wolf Dieter Ludwig bezeichnete diese Preise in „ZDF frontal“ (14.04.2026) als “obszön“.
Bestätigt wird diese Einschätzung durch die Untersuchungen eines internationalen Recherche-Netzwerks aus ZDF frontal, Der Spiegel, Der Standard (Österreich), USA Today und L‘Espresso (Italien)
Dieses Netzwerk beauftragte die Schweizer NGO Public Eye die Keytruda-Preisgestaltung mal nachzurechnen und einen angemessenen und fairen Preis zu ermitteln.
„Fair“ heißt hier: Inklusive der Wiedereinspielung der Forschungs- / Entwiclungskosten und einer Rendite von 8 % p.A. Dieser Preis liegt – hoffentlich sind alle Leser*innen in der Nähe eines Defibrilators – bei 40 € pro 100 mg!
Wir erinnern uns: Momentan bezahlt die GKV 2040 € pro 100 mg.
Wie kann es zu derart märchenhaften Profiten kommen?
1. Die Arzneimittelpreise in Deutschland sind nach den USA die zweithöchsten der Welt.
Laut Oliver Blatt (Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes) in der Neuen Osnabrücker Zeitung haben sich die Ausgaben für Arzneimittel in Deutschland in den letzten 12 Jahren verdoppelt – auf 60 Milliarden € in 2024.
Kostentreiber sind nicht Generika, sondern neue patentgeschützte Medikamente. Sie verursachen 54 % aller Kosten, machen aber nur 7 % aller Verordnungen aus.
2. In Deutschland darf die Pharmaindustrie die Preise für neue patentgeschützte Medikamente für die ersten 6 Monate einfach selbst festlegen (kein Witz). Danach gibt es zwar Verhandlungen über Zuschläge (für erwiesenen Zusatznutzen) und / oder Abschläge (Rabattverträge) – aber natürlich auf Basis der willkürlichen Ausgangswerte.
3. Die Pharmakonzerne argumentieren gerne mit den enormen Forschungskosten, verschweigen aber, dass akademische Grundlagenforschung weitgehend öffentlich finanziert wird (in unserem Fall der Wirkstoff Pembrolizumab)
Public Eye hat 90 (!) Studien geprüft, bei denen MSD als Sponsor beteiligt war und kommt auf direkte Kosten von 1,9 Milliarden $.
Zusammen mit einem großzügigen Aufschlag für missglückte Studien landen sie bei maximal 4,8 Milliarden $.
MSD stellt sich selbst 44 Milliarden $ in Rechnung !
Vielen Dank an die Kollegin. Dieser Brief darf verwendet und geteilt werden.
Pflegekammer Nordrhein-Westfalen Alte Landstraße 104
40489 Düsseldorf
Betreff: Auskunftsersuchen gemäß IFG NRW / DSGVO und Rüge zur Beitragserhebung 2026
Mitgliedsnummer: [Deine Nummer einfügen]
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit nehme ich Bezug auf Ihren Beitragsbescheid vom xx.xx.2026. Bevor ich über weitere rechtliche Schritte entscheide, fordere ich Sie im Rahmen Ihrer Auskunfts- und Beratungspflicht (§ 25 VwVfG NRW) sowie nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG NRW) zur Beantwortung folgender Fragen auf:
Finanzierung durch das Land NRW: Es ist öffentlich bekannt, dass die Pflegekammer NRW eine Anschubfinanzierung von über 35 Millionen Euro bis Ende 2026 erhält. Ich fordere Sie auf, detailliert darzulegen, warum trotz dieser massiven staatlichen Unterstützung eine zusätzliche finanzielle Belastung der Pflegekräfte im Jahr 2026 notwendig ist. Inwiefern wurden diese Steuermittel bei der Kalkulation des Mitgliedsbeitrags gegengerechnet, um die Belastung für uns so gering wie möglich zu halten?
Verstoß gegen die Beitragsgerechtigkeit: Da nach wie vor ein erheblicher Teil der pflegeberufsberechtigten Personen in NRW nicht registriert ist, werden aktuell nur die bereits erfassten Mitglieder zur Kasse gebeten. Dies stellt einen massiven Verstoß gegen den Gleichheitssatz (Art. 3 GG) dar. Warum wird ein Beitrag erhoben, bevor eine vollständige und faire Erfassung aller potenziellen Mitglieder sichergestellt ist?
Haushaltsführung & Rücklagen: Ich bitte um Auskunft über die Höhe der für 2026 geplanten Rücklagen. Eine unzulässige Überschussbildung „auf Vorrat“ ist rechtlich unzulässig. Bitte legen Sie die Kalkulationsgrundlage für den Einheitsbeitrag von 20,00 Euro offen.
Verhältnismäßigkeit der Widerspruchsgebühr: In Ihrem Bescheid weisen Sie darauf hin, dass ein erfolgloser Widerspruch eine Gebühr von 70,00 Euro auslöst. Da dies das 3,5-fache des eigentlichen Beitrags beträgt, rüge ich dies als unzulässige Abschreckungstaktik, die Mitglieder davon abhalten soll, ihr Recht auf Prüfung wahrzunehmen. Ich bitte um die rechtliche Herleitung dieser Gebührenhöhe im Verhältnis zum Verwaltungsaufwand.
Datenschutzauskunft (DSGVO): Gemäß Art. 15 DSGVO fordere ich Sie hiermit auf, mir innerhalb der gesetzlichen Frist eine vollständige Kopie sämtlicher über mich gespeicherten personenbezogenen Daten (inkl. Herkunft und Verarbeitungszweck) zuzusenden.
Wichtiger Hinweis: Dieses Schreiben stellt zum jetzigen Zeitpunkt ausdrücklich noch keinen förmlichen Widerspruch dar, sondern dient der Vorbereitung einer rechtlichen Prüfung. Eine Zahlung erfolgt – zur Abwendung von Vollstreckungsmaßnahmen – lediglich unter Vorbehalt der rechtlichen Klärung. Eine Anerkennung der Zahlungspflicht ist damit nicht verbunden.
Ich erwarte Ihre Stellungnahme innerhalb der gesetzlichen Frist von einem Monat.
Die politische Lage zeigt deutlich: Unser gewerkschaftlicher Einsatz für gute Arbeitsbedingungen in der Pflege ist auch 2026 nach wie vor unerlässlich. In Bezug auf die Krankenhäuser werden die Stimmen für eine Abschaffung des Pflegebudgets – der vollen Refinanzierung des Pflegepersonals am Bett – immer lauter. Sehr leise ist es hingegen, wenn es um bedarfsgerechte und verbindliche Personalvorgaben geht. Die Personalbemessung in der Krankenhauspflege, die PPR 2.0, gilt zwar seit Sommer 2024, doch in den wenigsten Kliniken ist sie im Sinne der Beschäftigten etabliert. Sie wird auch meist nicht dafür genutzt,die Belastung der Pflegekräfte zu reduzieren.
Wir möchten euch einen Beitrag bekannt machen, der eindrucksvoll die Methoden der Pflegekammer RLP zur Eintreibung der Zwangsbeiträge verdeutlicht. So etwas kann uns in NRW auch bevorstehen. Die Behörden wurden ja bereits über beabsichtigte Zwangsvollstreckungen bei der Weigerung zur Zahlung informiert. Wir berichteten hier darüber.
Der von der Bundesregierung beschlossene Gesetzentwurf zu Einsparungen in der gesetzlichen Krankenversicherung ist eine Kampfansage an uns alle – sowohl als Versicherte als auch Beschäftigte im Gesundheitswesen. Arbeitnehmer*innen in Krankenhäusern, Reha-Kliniken, psychiatrischen Einrichtungen und in der ambulanten Pflege sind doppelt betroffen: Die Löhne sollen gedrückt, die Arbeitsbedingungen verschlechtert werden – zugleich sollen Versicherte höhere Zuzahlungen und weniger Leistungen hinnehmen. Widerstand ist angesagt!
Die Kürzungen in der Gesundheitsversorgung sind eine Kampfansage von Ministerin Warken an uns alle. ver.di kündigt entschlossenen Widerstand gegen den Gesetzesentwurf an.
So werden Ende Mai 2026 bundesweit außerordentliche Betriebs- und Personalversammlungen stattfinden. Auch der Personalrat an der Uniklinik Aachen bereitet eine Personalversammlung vor.
Paul – wer ist eigentlichPaul? Paul ist einer von uns: er ist ver.di-Mitglied und arbeitet im EDEKA Lager Meckenheim. Dort war er in de letzten Tarifrunde einer der entscheidenden Kollegen, der den Arbeitskampf aufgebaut, getragen und durchgeführt hat. In diesem Jahr kandidiert Paul für den Betriebsrat, um sich auch langfristig für die Beschäftigten einzusetzen. Das scheint der EDEKA gegen den Strich zu gehen.
Paul wurde fristlos gekündigt Er hat dadurch kein Einkommen mehr und EDEKA erteilte ihm Hausverbot. Wir sagen: Die Kündigung zu diesem Zeitpunkt ist kein Zufall. EDEKA will starke Streikführungen und kämpferische Betriebsräte in den Betrieben verhindern.
Paul muss bleiben! Wir unterstützen Pauls Kandidatur für den Betriebsrat, denn wir brauchen viel mehr Kolleginnen und Kollegen wie ihn! Gegen die Kündigung gehen wir rechtlich vor. Wir lassen unsere Leute nicht im Stich! Nicht bei EDEKA, nicht in Meckenheim, nicht im Krankenhaus, nicht in Aachen, nirgendwo. Paul ist einer von uns. Die ver.di-Betriebsgruppe an der Uniklinik Aachen sendet solidarische Grüße und steht an Pauls Seite.
Weitere Infos gibt es hier. Das Arbeitsgericht Bonn hat eine einstweilige Verfügung erlassen und das Hausverbot aufgehoben.
Die ver.di-Betriebsgruppe war auch in diesem Jahr wieder im UKA und den Außengebäuden unterwegs und besuchte die Kolleginnen auf den Stationen, im OP, der Anästhesie, im Call-Center, an der Information, im Service und im Patientenmanagement.
Die Frühschicht an der Uniklinik Aachen
Aktiv für eine solidarische Gesellschaft und demokratische Arbeitswelt
Wir alle erleben es jeden Tag: Polarisierung, Hass, Rassismus und frauenfeindliche Hetze auf der Straße, am Arbeitsplatz und im Netz. Angriffe auf mühsam erkämpfte Beschäftigtenrechte wie den 8-Stunden-Tag oder Sozialleistungen wie Bürgergeld oder Rente.
Die Arbeitswelt ist durch Transformationsprozesse wie die Digitalisierung im Umbruch und unsere Kolleg*innen in den Betrieben und Verwaltungen stehen unter erheblichem Druck, diese Prozesse im Sinne der Beschäftigten zu gestalten, ganz zu schweigen von den Betrieben, wo es keine Betriebsräte gibt und die nicht unter den Schutz eines Tarifvertrages fallen.
Mühsam erkämpfte Fortschritte in der Gleichstellung der Geschlechter geraten wieder unter Beschuss durch Angriffe auf Arbeitszeitregelungen, auf das Recht auf Teilzeit, auf die Rechte von Gleichstellungsbeauftragten oder auf die Möglichkeiten der Vereinbarkeit von Beruf und familiären Verpflichtungen.
Auch die Spätschicht wurde von der ver.di-Betriebsgruppe besucht.
Zu den Nelken gab´s auch etwas zum Lesen und verschiedene Zitate von Frauen, teils prominent, teils unbekannt, aber mit beachtenswerten Aussagen über Frauen und deren Leistungen. Hier die Zitate zum Nachlesen und Nachdenken:
Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.
Astrid Lindgren, schwedische Schriftstellerin
Die ver.di – Betriebsgruppe wünscht Dir einen großartigen feministischen Kampftag!
Wie kannst du nur zögern? Riskiere es! Riskiere alles! Kümmere dich nicht mehr um die Meinung der anderen, um diese Stimmen. Mache das Schwierigste auf Erden. Handle für dich selbst. Schau der Wahrheit ins Auge. Katherine Mansfield, Neuseeländische Schriftstellerin
Eine Frau kann die ganze Welt auf ihren Schultern tragen. So stark ist sie. Lena Lorenz, Fernsehserien-Hebamme
Beim Feminismus geht es nicht darum, Frauen stark zu machen. Frauen sind bereits stark. Es geht darum, die Art und Weise zu ändern, wie die Welt diese Stärke wahrnimmt. G.D. Anderson, australische feministische Schriftstellerin, Aktivistin und Gründerin von The Cova Project
Der beste Schutz, den eine Frau haben kann, ist Mut. Elizabeth Cady Stanton, 1815-1902, US-Frauenrechtlerin
Ein Feminist ist jeder, der die Gleichheit und volle Menschlichkeit von Frauen und Männern anerkennt. Gloria Steinem, amerikanische Feministin, Journalistin und Frauenrechtlerin
Mein Trainer sagte, dass ich wie ein Mädchen laufe. Und ich sagte, wenn er ein bisschen schneller laufen würde, könnte er das auch. Mia Hamm, amerikanische Fussballspielerin
Wir erkennen, wie wichtig unsere Stimme ist, wenn wir zum Schweigen gebracht werden. Malala Yousafzai, Kinderrechtsaktivistin
Die Freiheit der Frau ist das Zeichen dafür, dass die Gesellschaft frei ist. Rosa Luxemburg
Vertreterin der europäischen Arbeiterbewegung, des Marxismus, Antimilitarismus und proletarischen Internationalismus, Publizistin, Politikerin
Ich habe ziemlich lange gebraucht, um eine Stimme zu entwickeln, und jetzt, wo ich sie habe, werde ich nicht mehr schweigen. Madeleine Albright; amerikanische Politikerin (Demokratin), 1997-2001 Außenministerin der USA
Ich bin eine Frau und eine Kämpferin. Wenn du denkst, dass ich nicht beides sein kann, wurdest du belogen.
Jennifer Zeynab Joukhadar, syrische Schriftstellerin
Der Erfolg jeder Frau sollte eine Inspiration für andere sein. Wir sind am stärksten, wenn wir uns gegenseitig anfeuern. Serena Williams, Tennisspielerin
Das Schönste, was eine Frau tragen kann, ist Selbstvertrauen. Blake Lively, amerikanische Schauspielerin und Model
Ich kann dir versprechen, dass Frauen, die zusammenarbeiten – verbunden, informiert und gebildet – diesem verlassenen Planeten Frieden und Wohlstand bringen können. Isabelle Allende, chilenische Schriftstellerin