Aufsichtsratswahl 2026

Schon mal was vom Aufsichtsrat gehört?

Kontrolle des Vorstands

Wirtschaftsplan

Gleichstellung und Fairness

Mitbestimmung bei Bau und Investitionen

Privatisierung verhindern

Zusammenarbeit mit der RWTH und der Politik

Wer kann diese Themen im Aufsichtsrat für uns ansprechen?

Ich will uns, die Beschäftigten, im Aufsichtsrat glaubwürdig vertreten. Ich bin die kritische Stimme, die in Diskussionen und Entscheidungen unsere Interessen immer im Auge behält.

Lasst uns die Realität sehen: 

77% unserer Kolleg:innen sind weiblich – das werde ich für uns repräsentieren!
Ob Pflege, Küche, IT, Therapie, Wäscherei, OP, Verwaltung, Technik, und alle weiteren, die zu oft übersehen werden: Wir sind das Rückgrat des UKA, das auch im Aufsichtsrat nicht länger ignoriert werden darf. 

Dagmar Holste 


Eure Kollegin, Gewerkschafterin und PR-Vorsitzende

Wählt mich für unsere authentische und starke Vertretung der Beschäftigten in den Aufsichtsrat.

GKV-Reform und die Pharmaindustrie

Die Belastungen für Arbeiter*innen und Angestellte durch Warkens geplante Kürzungsorgie bei der Reform der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind dramatisch und sehr konkret.

Beschäftigte im Gesundheitswesen sind gleich doppelt betroffen:

Individuell als GKV-Versicherte/Patienten z.B. durch drastische Erhöhungen bei der Medikamenten-Zuzahlung oder den Angriff auf die beitragsfreie Familienversicherung.

Kollektiv als Beschäftigte durch Deckelung des Pflege-Budgets und der damit nicht mehr gegebenen automatischen Refinanzierung von Tarifabschlüssen.

Aber wie sieht es aus mit den Sparanstrengungen bei anderen Kostenverursachern im Gesundheitswesen – z.B. bei der Pharmaindustrie?

In Paragraph 130e des Entwurfes für ein Beitragsstabilisierungsgesetz in der GKV ist unverbindlich-blumig die Rede von Verhandlungen über Rabatte der Pharmaindustrie, die geführt werden „sollen“ oder „können“.
Trotzdem lief die Propagandamaschine der Pharma-Lobby postwendend und professionell auf Hochtouren.
Jammern ohne Ende und wüste Drohungen: Arbeitsplatzabbau, Standortverlagerungen und – besonders perfide – neue, hochwirksame Medikamente bald nur noch für Privat Versicherte oder Selbstzahler.

Jens Baas (Chef der Techniker-Krankenkasse und früher selbst Pharma-Lobbyist) erwiderte kühl:

“Wir sind einer der größten Märkte der Welt und haben mit die höchsten Preise – das vermeintliche Erpressungspotential ist nicht vorhanden“

Was da real abgeht, zeigt krass, aber auch exemplarisch der
FALL KEYTRUDA.

Keytruda ist ein hochwirksames Anti-Krebs-Präparat des viertgrößten Pharmakonzerns der Welt Merck, Sharp and Dohme MSD

Der Zussatznutzen ist unumstritten: Verlängerung der Lebensdauer um 5 – 10 Jahre. Keytruda ist aber als zur Zeit umsatzstärkstes Medikament der Welt auch unfassbar teuer.

Im Moment bezahlt die deutsche GKV 2040 € für eine 100 mg -Ampulle. Jahreskosten für eine Keytruda-Therapie:  94.000 €

2025 zahlten deutsche Krankenkassen mehr als 2 Milliarden € nur für dieses Präparat (Quelle Recherche-Netzwerk, siehe unten).

Zum Vergleich: Warken will mit ihrer Reform insgesamt 12 Milliarden einsparen.

Der Onkologe und langjährige Vorsitzende der Arzneimittel-Kommission der deutschen Ärzteschaft Wolf Dieter Ludwig bezeichnete diese Preise in „ZDF frontal“ (14.04.2026) als  “obszön“.

Bestätigt wird diese Einschätzung durch die Untersuchungen eines internationalen Recherche-Netzwerks aus ZDF frontal, Der Spiegel, Der Standard (Österreich), USA Today und L‘Espresso (Italien)

Dieses Netzwerk beauftragte die Schweizer NGO Public Eye die Keytruda-Preisgestaltung mal nachzurechnen und einen angemessenen und fairen Preis zu ermitteln.

„Fair“ heißt hier: Inklusive der Wiedereinspielung der Forschungs- / Entwiclungskosten und einer Rendite von 8 % p.A. Dieser Preis liegt – hoffentlich sind alle Leser*innen in der Nähe eines Defibrilators – bei 40 € pro 100 mg!

Wir erinnern uns: Momentan bezahlt die GKV 2040 € pro 100 mg.

Wie kann es zu derart märchenhaften Profiten kommen?

1.
Die Arzneimittelpreise in Deutschland sind nach den USA die zweithöchsten der Welt.

Laut Oliver Blatt (Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes) in der Neuen Osnabrücker Zeitung  haben sich die Ausgaben für Arzneimittel in Deutschland in den letzten 12 Jahren verdoppelt – auf 60 Milliarden € in 2024.

Kostentreiber sind nicht Generika, sondern neue patentgeschützte Medikamente. Sie verursachen 54 % aller Kosten, machen aber nur 
7 % aller Verordnungen aus.

2.
In Deutschland darf die Pharmaindustrie die Preise für neue patentgeschützte Medikamente für die ersten 6 Monate einfach selbst festlegen (kein Witz). Danach gibt es zwar Verhandlungen über Zuschläge (für erwiesenen Zusatznutzen) und / oder Abschläge (Rabattverträge) – aber natürlich auf Basis der willkürlichen Ausgangswerte.

3.
Die Pharmakonzerne argumentieren gerne mit den enormen Forschungskosten, verschweigen aber, dass akademische Grundlagenforschung weitgehend öffentlich finanziert wird (in unserem Fall der Wirkstoff Pembrolizumab)

Public Eye hat 90 (!) Studien geprüft, bei denen MSD als Sponsor beteiligt war und kommt auf direkte Kosten von 1,9 Milliarden $.

Zusammen mit einem großzügigen Aufschlag für missglückte Studien landen sie bei maximal 4,8 Milliarden $.

MSD stellt sich selbst 44 Milliarden $ in Rechnung !

Was tun? Ganz einfach … 

„Da gibt’s doch was von Ratiopharm“

Für die Sofort-Behandlung: Übergewinn-Steuer Akut

Und für die Langfrist-Therapie:

Vergesellschaftung Forte

Musterbrief Pflegekammer-Auskunftsersuchen

Vielen Dank an die Kollegin. Dieser Brief darf verwendet und geteilt werden.

Pflegekammer Nordrhein-Westfalen
Alte Landstraße 104

40489 Düsseldorf

Betreff: Auskunftsersuchen gemäß IFG NRW / DSGVO und Rüge zur Beitragserhebung 2026

Mitgliedsnummer: [Deine Nummer einfügen]

​Sehr geehrte Damen und Herren,

​hiermit nehme ich Bezug auf Ihren Beitragsbescheid vom xx.xx.2026. Bevor ich über weitere rechtliche Schritte entscheide, fordere ich Sie im Rahmen Ihrer Auskunfts- und Beratungspflicht (§ 25 VwVfG NRW) sowie nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG NRW) zur Beantwortung folgender Fragen auf:

​Finanzierung durch das Land NRW:
Es ist öffentlich bekannt, dass die Pflegekammer NRW eine Anschubfinanzierung von über 35 Millionen Euro bis Ende 2026 erhält. Ich fordere Sie auf, detailliert darzulegen, warum trotz dieser massiven staatlichen Unterstützung eine zusätzliche finanzielle Belastung der Pflegekräfte im Jahr 2026 notwendig ist. Inwiefern wurden diese Steuermittel bei der Kalkulation des Mitgliedsbeitrags gegengerechnet, um die Belastung für uns so gering wie möglich zu halten?

​Verstoß gegen die Beitragsgerechtigkeit:
Da nach wie vor ein erheblicher Teil der pflegeberufsberechtigten Personen in NRW nicht registriert ist, werden aktuell nur die bereits erfassten Mitglieder zur Kasse gebeten. Dies stellt einen massiven Verstoß gegen den Gleichheitssatz (Art. 3 GG) dar. Warum wird ein Beitrag erhoben, bevor eine vollständige und faire Erfassung aller potenziellen Mitglieder sichergestellt ist?

​Haushaltsführung & Rücklagen:
Ich bitte um Auskunft über die Höhe der für 2026 geplanten Rücklagen. Eine unzulässige Überschussbildung „auf Vorrat“ ist rechtlich unzulässig. Bitte legen Sie die Kalkulationsgrundlage für den Einheitsbeitrag von 20,00 Euro offen.

​Verhältnismäßigkeit der Widerspruchsgebühr:
In Ihrem Bescheid weisen Sie darauf hin, dass ein erfolgloser Widerspruch eine Gebühr von 70,00 Euro auslöst. Da dies das 3,5-fache des eigentlichen Beitrags beträgt, rüge ich dies als unzulässige Abschreckungstaktik, die Mitglieder davon abhalten soll, ihr Recht auf Prüfung wahrzunehmen. Ich bitte um die rechtliche Herleitung dieser Gebührenhöhe im Verhältnis zum Verwaltungsaufwand.

​Datenschutzauskunft (DSGVO):
Gemäß Art. 15 DSGVO fordere ich Sie hiermit auf, mir innerhalb der gesetzlichen Frist eine vollständige Kopie sämtlicher über mich gespeicherten personenbezogenen Daten (inkl. Herkunft und Verarbeitungszweck) zuzusenden.

​Wichtiger Hinweis: Dieses Schreiben stellt zum jetzigen Zeitpunkt ausdrücklich noch keinen förmlichen Widerspruch dar, sondern dient der Vorbereitung einer rechtlichen Prüfung. Eine Zahlung erfolgt – zur Abwendung von Vollstreckungsmaßnahmen – lediglich unter Vorbehalt der rechtlichen Klärung. Eine Anerkennung der Zahlungspflicht ist damit nicht verbunden.

​Ich erwarte Ihre Stellungnahme innerhalb der gesetzlichen Frist von einem Monat.

​Mit freundlichen Grüßen

​[Dein Name]

Tag der Pflege

Die politische Lage zeigt deutlich: Unser gewerkschaftlicher
Einsatz für gute Arbeitsbedingungen in der Pflege ist auch 2026 nach wie vor unerlässlich. In Bezug auf die Krankenhäuser werden die Stimmen für eine Abschaffung des Pflegebudgets – der vollen Refinanzierung des Pflegepersonals am Bett – immer lauter.
Sehr leise ist es hingegen, wenn es um bedarfsgerechte
und verbindliche Personalvorgaben geht.
Die Personalbemessung in der Krankenhauspflege, die PPR 2.0, gilt zwar seit Sommer 2024, doch in den wenigsten Kliniken ist sie im Sinne der Beschäftigten etabliert. Sie wird auch meist nicht dafür genutzt,die Belastung der Pflegekräfte zu reduzieren.

Pflegekammer Rheinland-Pfalz

Wir möchten euch einen Beitrag bekannt machen, der eindrucksvoll die Methoden der Pflegekammer RLP zur Eintreibung der Zwangsbeiträge verdeutlicht.
So etwas kann uns in NRW auch bevorstehen. Die Behörden wurden ja bereits über beabsichtigte Zwangsvollstreckungen bei der Weigerung zur Zahlung informiert.
Wir berichteten hier darüber.

Und hier geht es zum Artikel beim Bundesverband für freie Kammern e.V.

Einsparungen in der GKV

Der von der Bundesregierung beschlossene Gesetzentwurf zu Einsparungen in der gesetzlichen Krankenversicherung ist eine Kampfansage an uns alle – sowohl als Versicherte als auch Beschäftigte im Gesundheitswesen. Arbeitnehmer*innen in Krankenhäusern, Reha-Kliniken, psychiatrischen Einrichtungen und
in der ambulanten Pflege sind doppelt betroffen: Die Löhne sollen gedrückt, die Arbeitsbedingungen verschlechtert werden – zugleich sollen Versicherte höhere Zuzahlungen und weniger Leistungen hinnehmen. Widerstand ist angesagt!

Die Kürzungen in der Gesundheitsversorgung sind eine Kampfansage von Ministerin Warken an uns alle. ver.di kündigt entschlossenen Widerstand gegen den Gesetzesentwurf an.

So werden Ende Mai 2026 bundesweit außerordentliche Betriebs- und Personalversammlungen stattfinden. Auch der Personalrat an der Uniklinik Aachen bereitet eine Personalversammlung vor.

Weitere Hintergrundinformationen gibt es hier:
GKV-Reform und Energiepaket: ver.di kündigt Proteste an |

Paul muss bleiben!

Paul – wer ist eigentlichPaul?
Paul ist einer von uns: er ist ver.di-Mitglied und arbeitet im EDEKA Lager Meckenheim. Dort war er in de letzten Tarifrunde einer der entscheidenden Kollegen, der den Arbeitskampf aufgebaut, getragen und durchgeführt hat.
In diesem Jahr kandidiert Paul für den Betriebsrat, um sich auch langfristig für die Beschäftigten einzusetzen. Das scheint der EDEKA gegen den Strich zu gehen.

Paul wurde fristlos gekündigt
Er hat dadurch kein Einkommen mehr und EDEKA erteilte ihm Hausverbot. Wir sagen: Die Kündigung zu diesem Zeitpunkt ist kein Zufall. EDEKA will starke Streikführungen und kämpferische Betriebsräte in den Betrieben verhindern.

Paul muss bleiben!
Wir unterstützen Pauls Kandidatur für den Betriebsrat, denn wir brauchen viel mehr Kolleginnen und Kollegen wie ihn! Gegen die Kündigung gehen wir rechtlich vor. Wir lassen unsere Leute nicht im Stich! Nicht bei EDEKA, nicht in Meckenheim, nicht im Krankenhaus, nicht in Aachen, nirgendwo. Paul ist einer von uns.
Die ver.di-Betriebsgruppe an der Uniklinik Aachen sendet solidarische Grüße und steht an Pauls Seite.

Weitere Infos gibt es hier. Das Arbeitsgericht Bonn hat eine einstweilige Verfügung erlassen und das Hausverbot aufgehoben.

Für euch im Personalrat (April 2026)

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der neue Personalrat ist seit 01.07.2024 im Amt.

Zwischenzeitlich gab es einige Veränderungen.
Von der ver.di-Liste wurden von euch in den Personalrat gewählt:

Dagmar Holste
Leyla Demir
Thomas von Thenen
Maria Bernreuther
Violetta Aguilar Aponte
Elvira Schwarz
Kim Sieger
Harry Schäfer

Hier findet ihr die Telefonnummern der freigestellten Mitglieder.

Erstatzmitglieder:
Nuray Akta-Rombach
Ruth Emonts
Judith Chavéz Lambers
Nils Schmidt
Heike Böhm
Steven Meyd