




ver.di-Betriebsgruppe an der Uniklinik RWTH Aachen
solidarisch-entschlossen-konsequent
Liebe Kolleg:innen,
🚀 die Erwartungen sind groß: Heute hat die Bundestarifkommission öffentlicher Dienst (BTK öD) die Forderung für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten – 1,2 Millionen Tarifbeschäftigte und 1,3 Millionen Beamt:innen – im öffentlichen Dienst der Länder beschlossen.
Wir fordern:
✅ 10, 5 Prozent mehr Geld
✅ mindestens aber 500 Euro
✅ 200 Euro mehr für Nachwuchskräfte, unbefristete Übernahme von Azubis und dual Studierenden
✅ Laufzeit: 12 Monate
Wir haben auch weitere berechtigte Erwartungen an die Arbeitgeber, z. B. für die Beschäftigten der Stadtstaaten und studentische Beschäftigte.
➡️➡️ Alle Details findest Du hier: https://wapo.do/xQfLSz
Und hier die Startseite zur Tarifrunde: Zusammen geht mehr
#ZusammenGehtMehr und zusammen wollen wir in der Tarifrunde mit Euch mehr erreichen. Lasst uns jetzt gemeinsam dafür kämpfen, unsere Forderungen auch durchzusetzen!
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
seit Jahren und Jahrzehnten ist die hohe Belastung in Gesundheitsberufen bekannt und die steigenden Krankheitsausfälle belasten uns alle jeden Tag. Dennoch entscheiden sich Jahr für Jahr junge und jung gebliebene Menschen dazu, einen Beruf in eben jenem kaputten System zu erlernen.
Trotz der Möglichkeit eines Antrags auf Ausbildungsverlängerung möchte die Dienststelle nun den Weg der fristlosen Kündigung bei Auszubildenden gehen. Bisher war es im UKA nie ein Problem dem Antrag auf Ausbildungsverlängerung stattzugeben, um die Ausbildungsinhalte vollumfänglich abbilden zu können. Am Ende sollte die Nachwuchsförderung und Personalbindung das höchste Ziel sein.
Jetzt wurde jedoch mehreren Auszubildenden nach zweieinhalb Jahren Ausbildung von der Uniklinik ohne eine abgeschlossene Berufsausbildung fristlos gekündigt.
Hinzu kommt, dass eine der betroffenen Personen ein Mitglied der gewählten Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) ist. Diese Person wurde von den Auszubildenden über die ver.di-Liste gewählt und hat in der kurzen Amtszeit seit dem 30. Juni 2023 versucht, die Ausbildungsbedingungen im Haus strukturell zu verbessern. Auch diese Besonderheit scheint für unseren Vorstand kein Gewicht zu haben.
Die ver.di-Betriebsgruppe steht solidarisch an der Seite der Auszubildenden und lehnt das Verhalten der Dienststelle entschieden ab. Es ist unglaublich, dass ein so großer Ausbildungsbetrieb wie die Uniklinik Aachen so mit den Fachkräften von morgen umgeht. Wir können nicht nachvollziehen, dass Auszubildende wegen Fehlzeiten fristlos gekündigt werden, deren gesamte Existenz an dem sowieso schon geringen Ausbildungsentgelt hängt. Statt einer Fürsorge seitens des Ausbildungsbetriebs wird hier mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Anstelle der dringend notwendigen Förderung von Nachwuchs sehen wir hier ein Bild von Ignoranz und Intoleranz für die individuellen Lebensumstände der Beschäftigten.
NRW-Delegation beim ver.di-Bundeskongress zeigt Solidarität mit gekündigten Kolleg*innen der Uniklinik Aachen
Die Delegierten und weiteren Teilnehmer*innen des Kongresses aus NRW erklären sich solidarisch mit 4 (OTA) Operationstechnischen Assistent*innen – Azubis, die in der Uniklinik Aachen grade fristlos gekündigt werden sollen.
Als Kündigungsgrund geben die Arbeitgeber an, dass sie ihre Fehlzeiten überschritten haben und deswegen nicht zur Prüfung zugelassen werden. Das ist aus unserer Sicht absolut kein Kündigungsgrund. Dieses Risiko der potentiellen Ausbildungs-verlängerung ist jedem Arbeitgeber bewusst, der Ausbildung im Gesundheitswesen betreibt. Die 4 Kolleg*innen wollen ihre Ausbildung auch fortsetzen und beantragen grade die Verlängerung ihrer Ausbildung.
Jetzt grade ist Fabio, Ayça, Isabel und Venka Angst und Bange, wie sie ihr Leben weiter bestreiten können. Sie sind für diese Ausbildung extra nach Aachen gezogen und werden jetzt von ihrem Arbeitgeber im Stich gelassen. Diese 4 Kolleg*innen waren letztes Jahr auch im Streik zum TV-E*. Fabio ist zudem JAV-Mitglied.
Der Arbeitgeber UK Aachen hat kein Interesse daran, dass Kolleginnen und Kollegen sich in Gewerkschaften organisieren oder in gesetzlichen Interessenvertretungen ernsthaft für die Belange der Beschäftigten einsetzt. Das ist Union busting! Deswegen gilt unsere volle Solidarität mit Fabio, Ayça, Isabel und Venka. Und wir fordern die Uniklinik Aachen dazu auf, von den Kündigungen abzusehen und die Ausbildungsverlängerungen zu genehmigen.
*Bereits im vergangenen Jahr wurde einem Kollegen die Teilnahme an der bereits genehmigten Fachweiterbildung wieder entzogen. Der Kollege war beim Streik für den TV-E sehr aktiv und Mitglied der Tarifkommission. Zufall?
Artikel bei ver.di Aachen hier
Am 29.09.2023 hat die BAKL (bezirkliche Arbeitskampfleitung) im ver.di-Haus in Aachen die Forderungen des Bezirks Aachen/Düren/Erft für die kommende Tarifrunde beschlossen. Teilnehmende von der Uniklinik Aachen, der RWTH Aachen, der Städteregion Aachen und Auszubildende diskutierten, was in den Betrieben an Forderungen herausgekommen war.
Bundesweit haben sich über 66.000 Kolleg*innen an der Umfrage beteiligt, wieviel Geld sie fordern. Im Bezirk Aachen wurde die 1000er-Marke überschritten. Und viele haben das Kreuzchen bei „streikbereit“ gemacht….
Mit dieser Forderung geht es nun nach Düsseldorf, um zu einer Forderung für NRW zu kommen, die dann wiederum am 11. Oktober von der ver.di-Bundestarifkommission zu einer Forderung für den gesamten Bereich der Länder zusammengefasst wird.
Alle Infos zur Tarifrunde gibt es HIER
📽️ Warum ver.di eigentlich dauernd streikt? Hier gibt’s die Antwort!
📢 Streiks nerven?! – Mag sein… Und dennoch: Sie sind nicht nur legitim, sondern auch letztes Mittel im Arbeitskampf um mehr Geld und bessere Bedingungen.
✊ Für eine Eskalation, also einen Streik in Tarifrunden, ist in aller Regel der Arbeitgeber verantwortlich, der seine Beschäftigten kurzhalten will. Sie haben es in der Hand, mit fairen Angeboten von Anfang an, Streiks zu vermeiden.
🛒 Ganz aktuell spürt ihr vielleicht die Auswirkungen unserer Streiks im Handel: in den Drogerien, Supermärkten und Bekleidungsgeschäften. Die Kolleg:innen machen damit Druck auf die Arbeitgeber: Sie fordern ein kräftiges Lohnplus für ihre wichtige Arbeit!
✅ Unsere rund 2 Millionen Mitglieder aus rund 1.000 Berufen halten den Laden am Laufen: In Ämtern, in Kitas, im Krankenhaus oder bei der Müllabfuhr. Und wären die Kolleg:innen nicht so unentbehrlich für unseren Alltag, würden ihre Streiks auch nicht so nerven. Bessere Arbeitsbedingungen für sie kommt übrigens auch uns zugute: besserer Service, höhere Qualität und mehr Tempo bei den Dienstleistungen.
Eins vorweg: Sinn des TV-E war nie, einfach nur zusätzliche freie Tage zu bekommen.
Denn es ging und geht uns um Entlastung bei der Arbeit, um die Möglichkeit, nach unseren professionellen Ansprüchen unsere Patient*innen fachgerecht zu versorgen und dabei nicht durch permanente Überlastung selbst krank zu werden. Die Entlastungstage sind teuer für die Arbeitgeber. Aus diesem Anreiz heraus sollen sie motiviert werden, Personal einzustellen und die Ratios einzuhalten. Doch fast scheint es so, als hätten die Arbeitgeber eine Kosten-/ Nutzenrechnung gemacht und die pauschalen Entlastungstage sind bei weitem nicht genug Sanktion und Druck.
Denn nirgendwo sind mehr Stellen besetzt als vor einem Jahr. Kommt doch einmal jemand neu hinzu, haben andere schon wieder gekündigt. Die schlechte Personalsituation bleibt also weiter bestehen.
Was soll der Arbeitgeber aber tun, wenn sich doch niemand bewirbt?
Das behaupten sie immer wieder- doch das ist nicht unser Job, dies zu lösen! Wir sehen nicht, dass unsere Arbeitsbedingungen sich verbessern.
Der Umgangston auf den verschiedenen Führungsbenen wird immer rauer, und es gibt teilweise recht wenig Interesse, Stammpersonal zu halten.
Wie wäre es denn, wenn sie sich an ihre Plakatversprechen halten und Entlastung umsetzen? Dann käme Personal zu uns- in allen Bereichen. Bis dahin: Betten sperren!
TV-E: Was steht Dir zu?
Die Einrichtung des IT-Systems zur schichtgenauen Erfassung der Belastung für die Beschäftigten in Modell 1 wird sich hinziehen. Bis es soweit ist, erhalten Beschäftigte aus Modell 1 pauschal vier Entlastungstage + ein Tag in Auszahlung. Hast Du die Zahlung im Mai erhalten? Wenn Du wissen willst, wie viele Entlastungstage dir zustehen, wenn schichtgenau bilanziert wird, dann fang doch mal an, einen Kalender zu führen; dann siehst Du, was dir im nächsten Jahr an Entlastung zusteht.
Die Beschäftigten erhalten 2023 im
Modell 2: vier Tage + ein Tag ausgezahlt
Modell 3: drei Entlastungstage
Modell 4: drei Entlastungstage, solange der vereinbarte Stellenaufbau nicht abgeschlossen ist.
Azubis: zwei Urlaubstage und max. drei Selbstlerntage
Die Ratio für Eure Station und die vereinbarten Stellenzuwächse für Euren Bereich könnt Ihr bei uns erfahren. Alle Stationen haben sie ausserdem bereits zusammen mit dem TV-E Text erhalten.